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Börsen in Angst oder wie das Coronavirus Anleger leiden lässt

Börsen in Angst oder wie das Coronavirus Anleger leiden lässt

Wird das Coronavirus zur existentiellen Bedrohung für die Börsen? So oder ähnlich war die Sorge vieler Anrufer und Mailschreiber zu Wochenbeginn.

Und in der Tat ging es am Montag für die Finanzmärkte ziemlich nach unten. Die Ausbreitung des Coronavirus setzte Aktien und Ölpreise mächtig unter Druck. Der DAX machte nicht nur die Gewinne vom Freitag zunichte, sondern ging ganz erheblich in die Knie.

Und nun? Stürzen die Börsen demnächst ab?

Fangen wir mal mit einer Expertenmeinung an. „Viele Anzeichen deuten darauf hin, daß der Coronavirus nicht so schlimm sein könnte wie Sars“, verkündete Michael Schönhaut. Ich will jetzt nicht daran rummäkeln, daß das eigentlich „das“ Virus hieße, aber ich frage mich schon, woher will der Chef-Manager des JP Morgan Global Income Fund das (jetzt schon) wissen? Dennoch ist zu wünschen, daß der Mann recht bekommt. Nur, mehr als ein – frommer – Wunsch ist es eben nicht.

Es ist allerdings schon so, daß etliche Weltuntergangspropheten das Coronavirus quasi als willkommene Bestätigung dessen posten, was sie eh schon lange verkünden, nämlich, daß die Finanzmärkte sowieso vor dem nächsten Crash stünden.

Also, es gilt durchaus, ein gerüttelt Maß zwischen fundierter Besorgnis und gesundem Menschenverstand zu finden. Natürlich kann eine weitere Ausbreitung des Virus gravierende Auswirkungen auf die chinesische Volkswirtschaft haben und in dessen Folge darunter die globale Konjunktur leiden.

Doch soweit sind wir noch lange nicht. Panik ist der völlig falsche Ratgeber. Das gilt für die Gesundheitspolitik ebenso wie auch für die Finanzmärkte.

Bleiben Sie mir gewogen, ich bin es auch.
Über Anregungen für Themenvorschläge freue ich mich sehr.

Stets, Ihr
Reinhold Rombach
„Börsebius“