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Börsebius zu Insider-Tipps

Börsebius zu Insider-Tipps

Auch diese Kolumne verdanken Sie – ich natürlich auch – einem aufmerksamen Leser. Genauer mehreren. Diese Art der redaktionellen Anregung und Mitarbeit finde ich wunderbar und sage dafür ein herzliches vergelt´s Gott.

Insidertipps wertvoll oder nicht?

Börsebius Leser Dr. H. schrieb mir vor ein paar Tagen zum Thema „Insider“:

„Mit den “Insidertipps” bin ich nicht so glücklich gefahren. Diese Insider-Käufe und –Verkäufe sollte nach meinem Verständnis eigentlich langfristige Aspekte für die Aktie berücksichtigen, was aber nach meinem Eindruck z.T. nicht der Fall war, so dass man den Kursverlauf der betreffenden Aktie nach einer entsprechenden Aktion sehr genau verfolgen musste, um rechtzeitig wieder zu kaufen oder zu verkaufen. Sehr zeitaufwendig. Z.B. bei Munich Re haben Insider offenbar wegen schlechterer Geschäftserwartungen verkauft. Ich habe mitgezogen. Nach kurzer Delle zog die Aktie wieder an und kennt mit kleinen Schwankungen nur eine Richtung, nämlich nach oben. Diesen Wiederanstieg der Aktie habe ich verpasst und wäre besser gefahren, das Papier einfach liegen zu lassen.

Das soll aber kein Vorwurf sein, ich habe halt meine Erfahrungen gemacht und draus gelernt und freue mich weiter jede Woche auf Ihre Kolumne.“

Ich muss hier vielleicht doch mal etwas richtig stellen. Die „Insidertipps“ sind gar keine. Zumindest sind sie nicht als solche gedacht. Allerdings schreibt Dr. H. in Sachen Munich Re genau richtig, wie problematisch Insiderdeals sein können.

Wenn der Leser die Rubrik „Insiderkäufe und Insiderverkäufe“ im Börsebius Weekend (erscheint jeden Freitag) meint, dann stehen dort sicher keine Tipps, sondern es sind dort lediglich die wichtigsten Käufe und Verkäufe der Bosse in den vergangenen Börsentagen der Woche aufgeführt.

Damit sind aber keinerlei Aussagen oder Hinweise verbunden, sich auf den einen oder anderen Wert zu „stürzen“.

Wie relevant solche Insiderkäufe oder Verkäufe sind und ob es sich möglicherweise lohnt, dem zu folgen, ist eine Frage, der sich die Fondsmanager des Börsebius Bosses Follower Fund natürlich tagtäglich stellen dürften. Und dann auch vermutlich darauf reagieren.

Insidertelegramm

Sollte ich persönlich als Kolumnist von meiner Seite aus eine Insidertransaktion spannend finden, dann würde ich das in meinem redaktionellen Insidertelegramm „Geheime Gedanken“
journalistisch kommentieren.

In den „Geheimen Gedanken“ denke ich immer wieder mal laut darüber nach, welche Werte es in die Börsebius TopTen Masterliste schaffen könnten und natürlich sind da auch Aktien darunter, bei denen sich Vorstände und Aufsichtsräte mit sogenannten „Organkäufen“ quasi geoutet haben (könnten).

Dort schreibe ich zum Beispiel ganz aktuell, daß mir die wiederholten Käufe in flatex Aktien (Broker) auffallen und daß sich die Manager der publity AG (Real Estate) seit Monaten mit Werten des eigenen Unternehmens eindecken, aber auch, daß der Boss von Ströer (Werbung) gegen sein eigenes Unternehmen wettet und Put-Optionen gekauft hat. Ein CEO setzt also auf fallende Kurse. Das finde ich dann überhaupt nicht mehr lustig.

Whatsapp Newsdienst

Wer es dann auch noch besonders eilig hat kann – wie schon viele – meinen redaktionellen Whatsapp Newsdienst abonnieren, um nichts zu verpassen. Hier der Link und natürlich ist das ein kostenloser Börsebius Service für meine Leser.

https://www.derboersebius.de/whatsapp-newsletter/

Also unter dieser Rubrik immer wieder mal – wie man in Köln sagt – „spinxen“, wäre vielleicht eine gute Idee. Versprochen.

Bleiben Sie mir gewogen, ich bin Ihnen ebenso verbunden.
Über Anregungen für Themenvorschläge freue ich mich sehr.

Stets, Ihr
Reinhold Rombach
„Börsebius“