Die Insidergeschäfte der Kleptokraten:


High Noon ist immer – für manche 

Folgende Geschichte ist wahr, auch wenn sie sich absolut fantastisch anhört.

Es ist die erste April Woche dieses Jahres. An der britischen Finanzbörse London Stock Exchange werden ungewöhnlich hohe Wetten auf fallende Ölpreise platziert. Nicht die berühmten Peanuts, sondern dicke Brocken im Umfang von fast einer Milliarde US Dollar. Wer die Wetten gewönne, darf auf ein Vielfaches seiner Einsätze hoffen.

Wieso hoffen? Es scheint, dass die Akteure genau wussten, was sie tun, weil sie möglicherweise wussten, was andere nicht ahnten: Die Ankündigung Trumps auf einen bevorstehenden Waffenstillstand. 

Wir alle wissen, dass daraufhin, die Weltbörsen gigantisch zulegten. Und dass die „Londoner“ Insider, die vermutlich aus den USA kamen, damit riesige Gewinne erzielten. 

Kann es also sein, dass US-Regierungsinsider ihr Wissen schamlos ausnutzen?  Für den demokratischen Senator Chris Murphy ist der Fall eindeutig. War es Trump? Ein Familienmitglied? Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses? Murphy schrieb auf jeden Fall auf der Plattform X, da sei „atemberaubende Korruption“. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth, selbsternannter Kriegsminister, geriet ins Gerede mit angeblichen Insidergeschäften.

Ach Leute, die Sache ist doch ganz einfach, könnte man meinen. Es gibt doch auch in den USA Behörden, die solchen krummen Geschäften nachgehen? Doch leider ist hier komplett Fehlanzeige zu vermelden. Kontrollstrukturen wurden unter der Trump Administration konsequent „ausgedünnt“. Kein Wunder, funktioniert Donald Trumps Filius (Donald Trump Jr.) als Berater diverser Prognosemärkte. 

Prognosemärkte? Dort – auf der Plattform Polymarket – verdiente ein Wetter mit der Vorhersage des Sturzes von Maduro 400.000 Dollar und auch auf den Tod von Chamenei wurden – kurz zuvor – Wetten platziert, die den Gamblern Gewinne von 1,2 Millionen Dollar einbrachten.  

Für solche Leute ist anscheinend immer High Noon. Solche krummen Insidergeschäfte sind auf die erste Betrachtung zwar „nur“ kriminell. Doch die Gefahr besteht, wenn man die Aktien oder Ölpreiswetten hat, dann auch die Politik danach ausgerichtet wird, um bloß dem Wohl des eigenen Depots zu dienen. Und eben nicht mehr dem amerikanischen Volke. 

Das ist zwar dann immer noch kriminell, aber erst recht moralisch abgrundtief. Und auch eine Form des sozialen Hochverrates. 

Bleiben Sie mir gewogen, ich bin Ihnen ebenso verbunden. 

Über Anregungen für Themenvorschläge freue ich mich sehr.

Stets, Ihr

Reinhold Rombach

„Börsebius“ 


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